Frischer Wind im trauten Heim
Wenn der Frühling naht, ist für viele wieder die Zeit für den obligatorischen Frühjahrsputz gekommen. Das Frühjahr eignet sich ganz besonders gut, um die Wohnung oder das Haus einmal wieder richtig auf Vordermann zu bringen. Die meisten Hausfrauen und Hausmänner sind zu dieser Zeit auch am meisten motiviert. Gerade wenn die Tage wieder länger und vor allem heller werden, macht es auch besonders viel Vergnügen, das Zuhause von dem Staub des Winters zu befreien. Das kann man in vielen Haushalten sogar wörtlich nehmen, denn wenn im Winter mit Holz und Kohlen geheizt wird, macht sich das im ganzen Haus durch eine feine und kaum zu bewältigende Staubschicht bemerkbar. So schön das Heizen mit einem Kamin oder Ofen auch sein mag, spätestens im Frühjahr ist man dann froh, einmal wieder gründlich „klar Schiff“ zu machen und die Staub- und Aschespuren für einige Monate los zu sein – bis zum nächsten Winter.
Bei einem Frühjahrsputz arbeitet man sich am besten von Raum zu Raum und in den jeweiligen Räumen von oben nach unten vor, also obere Schränke, Regale und, wenn es sein muss, auch die Decken zuerst, bevor man sich zu den unteren Ebenen und zum Schluss zum Fußboden vorarbeitet. Bevor man jedoch mit dem gründlichen Putzen beginnt, kann eine ausgiebige Ausmistaktion sinnvoll sein. Jeder weiß, wie viele nutzlose und raumverschwendende Dinge sich mit der Zeit in einem Haushalt ansammeln können. In einem Ein- oder Zwei-Personen-Haushalt mag das noch gehen, bei einer mehrköpfigen Familie jedoch ist irgendwann im wahrsten Sinne des Wortes das Maß voll. Für eine solche Aufräumaktion sollte man schon ein ganzes Wochenende einplanen und selbstverständlich müssen alle Familienmitglieder helfen, sofern sie schon alt genug sind.
Wie beim Frühjahrsputz gilt auch hier die Devise: immer von oben nach unten, also zuerst der Dachboden, danach die Wohnräume, zum Schluss der Keller. Vor der Aktion ist es sinnvoll, sich eine entsprechende Anzahl verschiedener Kartons und natürlich auch Müll- und Kleidersäcke zuzulegen. Die Kartons können entsprechend beschriftet werden. In einen Karton kommen Dinge, die noch für den Verkauf auf dem Flohmarkt oder auch im Internet geeignet sind, da sie einfach zu schade zum Wegwerfen sind. In weitere Kartons können Dinge kommen, die zum Beispiel dem Kindergarten oder der Bücherei gespendet werden können. Auch Krabbelgruppen oder ähnliche Einrichtungen freuen sich oft sehr über Spielzeugspenden.
Alles, was nicht mehr benötigt wird und auch nicht mehr weiter gegeben werden kann, landet auf dem Müll. Auch der Kleiderschrank sollte gründlich durchforstet werden. Kleidung, die schon seit zwei Jahren ungetragen im Schrank hängt, kann sicherlich zur Kleiderspende gegeben werden, denn man wird diese bestimmt auch im dritten Jahr nicht tragen. Alle Dinge, bei denen man sich unsicher ist, ob sie noch benötigt werden, kommen in einen Extra-Karton auf den Dachboden oder in den Keller, am besten mit einem vorher festgelegten Datum beschriftet. Wurde bis dahin nichts daraus vermisst, dann weg damit.
Nach einer solchen Aktion fühlt man sich in den Räumlichkeiten schon viel wohler, weil nicht mehr so viel herumliegt und nur Dinge zu sehen sind, die wirklich allen wichtig sind. Beim Ausmisten kann man auch ruhig daran denken, alte und kaputte Möbel auszurangieren – der nächste Sperrmüll kommt bestimmt. Für ein so wunderbar aufgeräumtes Haus dürfen dann auch wieder ein paar neue Dinge angeschafft werden, wie zum Beispiel das schon lang ersehnte Wasserbett, neue Esszimmermöbel oder ebenso nur Kleinigkeiten wie eine Kaffeepadmaschine.
Wenn man sein Zuhause so schön hergerichtet hat, macht auch die Anschaffung neuer Dinge Spaß. Durch die Verkäufe der nicht mehr benötigten Sachen kann man sogar seine Ausgaben so sehr schmälern, dass noch nicht einmal ein schlechtes Gewissen aufkommt, sondern sich vielmehr ein richtig gutes Gefühl einstellt und das Nachhausekommen um ein Vielfaches schöner ist. Wenn man bei dem Ganzen auch gleich noch den Wintergarten, die Terrasse oder das Gartenhaus mit einbezieht, dann kann das Frühjahr wirklich kommen.
